Prävention nosokomialer Infektionen mit dem Bionecteur

Pro Jahr werden in Deutschland ca. 18,8 Millionen Patienten stationär behandelt[1]. Davon erkranken etwa 4% an einer nosokomialen Infektion[2]. Krankenhausinfektionen zählen somit zu einer der häufigsten nicht beabsichtigten Komplikationen während eines Krankenhausaufenthaltes. Krankenhausinfektionen sind eine erhebliche zusätzliche Belastung für die Patienten und gehen mit einem erhöhten Sterblichkeitsrisiko einher. Geschätzte 19.000 Patienten versterben jährlich an den Folgen[3]. Darüber hinaus entstehen Mehrausgaben für Diagnose, Therapie und verlängerte Liegedauer. Pro nosokomialer Infektion entstehen dem Krankenhaus Zusatzkosten in Höhe von 4.000 bis 20.000 Euro[4].

Neben Wund-, Atemwegs- und Harnwegsinfektionen ist die Gefäßkatheter-assoziierte Infektion die häufigste im Krankenhaus erworbene Infektion. Mit dem Einbringen eines Gefäßkatheters wird die natürliche Schutzbarriere umgangen und so das Risiko einer Keimeinschleppung erhöht. Im Wesentlichen wird in vier verschiedene Ausgangspunkte der katheterassoziierten Infektion unterschieden:

  • Katheteranlage: Bei der Insertion des Katheters werden Hautkeime durch die Kathetereintrittsstelle in die Blutbahn verschleppt
  • Extraluminäre Keimbesiedlung: Erreger wandern entlang der Außenseite des Katheters über die Kathetereintrittsstelle in die Blutbahn.
  • Intraluminäre Keimbesiedlung: Erreger wandern ausgehend vom Katheteransatzstück über die Kathetereintrittsstelle in die Blutbahn
  • Hämatogene Streuung: Ausgehend von einem katheterfernen Infektionsherd wird der Katheter mit Keimen besiedelt.

Die Prävention nosokomialer Infektionen stellt für Vygon eine der wichtigsten Säulen der Patientensicherheit dar. Vygon bietet daher zahlreiche innovative Sicherheitsprodukte zur Infektionsprophylaxe an.

Durch die Verwendung von nadelfreien Konnektionssystemen kann ein sicherer und hygienischer Umgang mit vaskulären Zugängen geboten werden. Neben dem Schutz vor Nadelstichverletzungen sorgt der Einsatz von Konnektionssystemen für eine erhöhte Patientensicherheit. Durch häufige Manipulationen am Infusionssystem steigt das Risiko einer intraluminären Keimbesiedlung. Ein zusätzliches Infektionsrisiko durch Katheterspitzenokklusionen besteht insbesondere bei kleinlumigen Kathetern. Der Bionecteur erleichtert den Zugang zum Infusionssystem und die Desinfektion der Konnektionsstelle. Das geschlossene System verfügt über ein neutrales Spülvolumen. Dies vermeidet intraluminäre Keimbesiedlungen und mögliche Katheterspitzenokklusionen. Der gerade Flusskanal aus Edelstahl bietet Spülschatten keine Angriffspunkte und wirkt so einem Anhaften von Keimen im System entgegen. Der Bionecteur verlängert die Verweildauer der patientenseitig am Bionecteur konnektieren Infusionssysteme auf bis zu 7 Tage.

Die Verwendung des nadelfreien Konnektionssystems Bionecteur bildet somit einen Grundstein, um die Gefahr einer katheterassoziierten Infektion erfolgreich zu reduzieren.

 

Quellenangaben:


 

[1] Statistisches Bundesamt (Destatis). Grunddaten der Krankenhäuser. 2013

[2] Behnke M, Hansen S, Leistner R, Peña Diaz LA, Gropmann A, Sohr D, Gastmeier P, Piening B: Nosocomial infection and antibiotic use—a second national prevalence study in Germany. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(38):627–33

[3] Gastmeier P, Geffers C. Nosokomiale Infektionen in Deutschland. Dtsch med Wschr 2008; 133:1111-15

[4] Weiß G, König B. Infektionsmanagement auf Intensivstationen. München: Elsevier Urban & Fischer. 2011

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